Kangal-Knabberfische: Garra Rufa

Kennen Sie Kangalfische? Die kleinen, etwa 10-12 Zentimeter langen Tiere gehören zur Familie der Karpfenfische. Ihr deutscher Name ist "Rote Saugbarbe" und im Englischen werden sie auch als "doctor fish" bezeichnet.
Kangalfische sind etwas Besonderes. Sie werden nämlich von Hautschüppchen magisch angezogen. Ganz ohne Angst schwimmen sie auf Menschen zu und beginnen flink, mit ihren raspelartigen Mundwerkzeugen die im Wasser aufgeweichten, abgestorbenen Hautschuppen abzuknabbern. Das Gefühl des "Anknabberns" wird von betroffenen Personen als sehr sanft und angenehm beschrieben.

Bei der Behandlung mancher Hautkrankheiten, wie Neurodermitis, welche durch krankhaft veränderte und verstärkt auftretende Hautschuppung gekennzeichnet ist, werden die Knabberfische daher unterstützend eingesetzt. Lässt der Patient die betroffene Körperpartie in das mit Kangalfischen besetzte Wasser gleiten, dann schwärmen diese sofort herbei und beginnen mit der Arbeit.

Auch zur rein kosmetischen Zwecken werden die Fressvorlieben der Kangalfische genutzt. Nach einer Fisch-Pediküre beispielsweise fühlen sich die bearbeiteten Stellen samtig weich an.

Übrigens: Kangalfische stammen ursprünglich aus Nordsyrien und kommen auch in der südlichen Türkei vor. Sie leben dort in Flüssen und Quellen mit warmem Wasser. Das macht ihre Haltung im Aquarium relativ einfach. Normale Raumtemperatur ist auch für die Temperatur im Aquarium optimal. Übliche Ausrüstungsgegenstände, wie Wasserfilter, ordentliche Sauerstoffzufuhr, Sprudelsteine und passende Pflanzen und Höhlen zum Verstecken reichen den Fischen für ihr Wohlbefinden aus. Alle 14 Tage sollte jedoch etwa ein Drittel des Wassers ausgetauscht werden.

Die Kangalfische

Der Kangalfisch wird häufig auch Knabberfisch bzw. Garra Rufa genannt. scheint ein Naturphänomen zu sein.

Die in Mittelasien und dem Gebiet der Türkei heimischen Kangalfische scheinen ein Naturphänomen zu sein. Und aufgrund vielversprechender Erfolge in der Behandlung von Hautpatienten erzielten sie rasch weltweite Anerkennung.

Es sind warme Thermalquellen oder Thermalbäche, in denen sich die Kangalfische aus der Familie der Karpfenfische wohl fühlen, und wo sich insbesondere in der Türkei heute Kurkliniken etablierten und die wärmende Sonne - sowie Kangalfische - festen Bestandteil der Therapie haben.

Kangalfische im Einsatz

Für die Kangalfische war die Erschließung von Hautschüppchen als Nahrungsquelle ein evolutionärer Vorteil. Während der Mensch ebenso Nutzen aus dem Verhalten der Tiere zog.

Es waren ursprünglich Erkenntnisse der lokalen Bevölkerung, die die vorteilhaften Wirkungen der Fische bei diversen Hauterkrankungen als Erste erkannten.

Linderung von Psoriasis, Neurodermitis, Akne, Warzen oder Ekzemen sagt man dem Kangalfisch heute nach. Und begeisterte Anwender und Behandler scheinen dem Recht zu geben.

Überschüssige, abgestorbene Hautzellen werden von den Fischen sorgsam abgeknabbert. Und damit geht für die Betroffenen in der Regel eine Verbesserung des Hautbildes und eine Linderung der Beschwerden, vor allem des Juckreizes, aus.

Um jene Therapieerfolge zu erhalten muss allerdings regelmäßig Kontakt mit den Kangalfischen gesucht werden, da die Wirkungen häufig nur temporär erzielt werden und als Unterstützung der Behandlung angesehen werden sollten.

Garra Rufa

Garra rufa ist die korrekte, wissenschaftliche Bezeichnung der Roten Saugbarbe. Exemplare dieser Fischgattung werden auch als Knabberfische oder Kangalfische bezeichnet.Diese Namen spielen bereits auf die Herkunft der Fische, sowie deren Einsatzgebiet in Kosmetiksalons und zur Therapie, an.

Garra rufa stammt aus der Familie der Cyprinidae (Karpfenfische).
Der bis etwa 15 Zentimeter Körperlänge messende Fisch stammt ursprünglich aus Mittelasien und der Türkei.
Insbesondere in der Süd-Türkei ist er in Thermalbächen und -quellen verbreitet und erlangte in der Region Kangal Berühmtheit. Dies führte letztendlich auch zur Namensgebung der Saugbarben. Noch heute gibt es in diesen Breiten wilde Populationen von garra rufa.
Da "garra rufa" inzwischen jedoch weltweit ein Begriff ist, wurde der Export der Fische aus der Türkei, um die Nachfrage auf dem Weltmarkt zu befriedigen, inzwischen unter Strafe gestellt.

Zoologie der Garra Rufa

Garra rufa wird im englischen Sprachgebrauch auch als "doctor fish" bezeichnet. Dies ist jedoch nicht mit dem häufig auch als Doktorfisch bezeichneten Chirurgenfisch aus der Familie der Acanthuridae zu verwechseln.
Ihr deutscher Name lautet "Rote Saugbarbe", und bezieht sich auf die typische Rotfärbung der Schwanzflossen.
Erstmals wurde im Jahre 1843 garra rufa von einem Biologen namens Johann Jakob Heckel beschrieben.
Knabberfische tragen Ihren Namen zu Recht. Seit 2001 waren es Knabberfische, die zu Therapiezwecken erstmals auch in Deutschland Anwendung fanden.Rasch fanden sich begeisterte Anhänger, die zunehmend in Kosmetik- und Schönheitssalons, Praxen und Instituten den Kontakt mit den vielgelobten Knabberfischen suchen.

Denn die Fische, die auch als Kangalfische bezeichnet werden, knabbern erkrankte Hautpartien ab. Dies jedoch auf schonendste Art und Weise, so dass keine offenen Wunden entstehen.
Die Knabberfische kümmern sich dabei um die obersten Hautschichten, die sie abknabbern, bis erneuerte, gesunde Haut zum Vorscheni kommt.
Insbesondere bei Neurodermitis und Schuppenflechte ziehen die Betroffenen in der Regel großen Nutzen. Es ist hier die Schicht aus Schuppen, abgestorbener Hautzellen, die von den Fischen abgeknabbert wird. Das typische Einreißen der Haut, Spannungsgefühle und leidiges Jucken sind nach regelmäßigen Anwendungen häufig stark reduziert und teilweise sogar völlig verschwunden, so berichten Anwender und Betreuer.